Die Patriot ist pfeilschnell

Die Patriot ist pfeilschnell

Die Patriot ist eine Yacht, die für die USA beim Americas Cup ins Rennen gehen wird. Der 45-Fuß-Segelracer wurden zuletzt über eine Strecke von 9.000 Meilen von der Fabrik, in der er hergestellt wurde, nach Australien geflogen. In Auckland fuhr die Yacht im Zickzack entlang der Uferpromenade und überzeugte mit enormer Geschwindigkeit. Letzte Woche beendete die Patriot in Neuseeland ihre erste Segelwoche. Dort testete das Team des New Yorker Yachtclubs American Magic das Potenzial des Designs. Dieses konnte bislang lediglich anhand einer Simulation am Computer nachgewiesen werden. Die Yacht erreichte dabei enormes Tempo. Videos deuten darauf hin, dass sie eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Knoten schaffte.

Vom Start weg schnell

Die Yacht ging vom Dock und erreichte schnell 21 Knoten. Dementsprechend aufgeregt war die Crew. Der Erfolg war eine großartige Bestätigung für die Arbeit, die alle Beteiligten in den letzten Jahren geleistet hatten. Seit dem Stapellauf der Mule im Jahr 2018 hat die Crew ganze Arbeit geleistet. Die Mule war der erste Prototyp, an dem die Segler ausgebildet wurden. Danach folgte die Defender. Das war schon ein komplexeres Boot. Sie wurde mit der Fertigstellung der Patriot außer Dienst gestellt. Dieses Boot soll nun den Sieg holen. Doch genau wie die schärfsten Konkurrenten, gibt das Team der Patriot keine technischen Details der Yacht preis.

Bisher ist lediglich bekannt, dass ihr Steuerstand weiter vorne liegt, als bei der Defender. Die Britannia aus Großbritannien, die Lunna Rossa aus Italien und die Te Aihe aus Neuseeland, die den Titel verteidigen wird, treten also gegen einen neuen starken Gegner an. Dabei befinden sich Team und Yacht gerade erst am Anfang ihrer Reise. Das Boot ist eindeutig schnell und das sogar sofort vom Start weg. Nun werden die Konstrukteure in den nächsten drei Monaten alles daran setzen, das Boot noch schneller zu machen. Dazu werden sie am Kohlefaserrumpf und am Großsegel arbeiten, um beides zu optimieren.

Neue Technologien für den Americas Cup

Der Americas Cup besteht bereits seit dem Jahr 1851. Er ist das wichtigste Segelereignis der Welt. Im Laufe der letzten Jahre wurden die Boote immer schneller, kleiner und wendiger. Man geht davon aus, dass die Boote auch diesmal die Schallmauer von 50 Knoten durchbrechen werden. Die Patriot wurde so konstruiert, dass sie das Boot möglichst gut aufrecht hält. Wenn es dann doch kentern sollte, kann es die Besatzung viel leichter aufrichten, als die vorherigen Generationen. Daneben setzt die Patriot auf zahlreiche neue Technologien.

Neue Technologien für den Americas Cup
Neue Technologien für den Americas Cup

Dazu zählt ein batteriebetriebenes Hydraulikaggregat, das der Yacht mehr Stabilität und Geschwindigkeit verleihen soll. Ein Neigungssystem hilft zudem bei Kursänderungen. Die nächsten Monate werden für die Designer von harter Arbeit geprägt sein. Sie werden alles dran setzen, um ihrem Boot einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten zu verschaffen. Angesichts der Umstände sind die bisherigen Ergebnisse der Yacht erstaunlich. Das aktuelle Team bestand vor drei Jahren noch nicht einmal. Nun wollen sie sich darauf konzentrieren, das Boot so zu segeln, dass die Crew alles herausholen kann.