Die neuen Yachten machen den Kampf um den America´s Cup spannend wie nie zuvor

Die neuen Yachten machen den Kampf um den America´s Cup spannend wie nie zuvor

Der America´s Cup beginnt langsam aber sicher seine Schatten vorauszuwerfen. Selbst in einem herausfordernden Jahr, wie jenem von 2020 können sich die Segler der Faszination dieser Veranstaltung nicht ganz entziehen. Die Teams setzen alles daran ein Boot ins Wasser zu bringen, das die Konkurrenz hinter sich lässt. Dazu haben sich die Teams die Konstrukteure von zahlreichen erfolgreichen Unternehmen an Bord geholt. Beobachter der ersten Tests in Auckland berichten, dass die neuen Yachten schnell wie der Wind sind.

Know-how von den Besten

Damit das auch klappt, greifen die Teams auf das Know-how von Firmen wie dem McLaren Formel-1-Team und dem Flugzeughersteller Airbus zurück. Sie unterstützen die Segler mit ihrem Wissen über Aeronautik und Aerodynamik. So sollen die Yachten beim America´s Cup so schnell wie nie zuvor werden. Als Titelverteidiger geht im März das Team aus Neuseeland an den Start. Sie werden vor der Küste von Auckland alles dran setzen ihrem Triumph vom letzten Mal zu wiederholen. Die Herausforderer-Serie beginnt bereits im Januar und läuft bis Februar. Dabei werden die Teams aus Italien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten darum kämpfen gegen den Titelverteidiger aus Neuseeland antreten zu dürfen.

Was bringen die neuen AC75?

Die Regatta wird diesmal in den neuen AC75 Foiling Monohulls gesegelt. Diese können beim Gleiten über das Wasser eine Geschwindigkeit von mehr als 50 Knoten erreichen. Beobachter der ersten Tests beschrieben die Yachten als ziemlich beeindruckend. Derzeit werden die Boote auf Herz und Nieren geprüft. Ziel ist es Verbesserungspotenziale zu erkennen und diese in den nächsten Monaten zu heben. Wie schnell die Yachten wirklich sind, wird man erst erkennen, wenn die Rennen gestartet sind. Wie bereits bei den letzten Regatten des America´s Cup sind auch die neuen AC75-Boote so konstruiert, dass ihre Tragflächensegel sie aus dem Wasser heben und stabilisieren. Diese Form der Konstruktion ist durchaus bekannt. Sie kommt aus der Luftfahrttechnik. Dieses Design soll den Wasserwiderstand so stark wie nur möglich reduzieren, um dadurch an Geschwindigkeit zu gewinnen.

Was bringen die neuen AC75?
Was bringen die neuen AC75?

Es verwundert also nicht, dass sich die Amerikaner ein Team von Airbus-Konstrukteuren geholt haben. Ähnliche prominent ist auch die Mannschaft auf Großbritannien aufgestellt. Dort hat man sich das Formel-1-Team von McLaren und dessen Aerodynamik-Spezialisten an Bord geholt. Dieses umfasst Dutzende Mitarbeiter, die ihr Wissen in die Weiterentwicklung einbringen werden. Denn je schneller eine Yacht fährt, desto wichtiger wird auch ihre Aerodynamik. Die Voraussetzungen für den Bau der Boote haben sich dadurch stark verändert. Es ist gut möglich, dass die Foils der ausschlaggebende Faktor für den Sieg sein werden. Der America´s Cup vergibt immerhin die älteste Sporttrophäe der Welt, da ist das Beste in Konstruktion und Beratung für die Teams gerade gut genug. Die Mannschaften sind für die gesamte Veranstaltung auf einen einzigen Satz Foils beschränkt. Sie können diesen nicht mehr verändern, unabhängig davon, wie sich die Bedingungen von Wetter und See auch verändern sollten. Es gilt also daher sich möglichst flexibel an die unterschiedlichen Bedingungen anzupassen.