Die Dehler 30 One Design überzeugte bei Ihrer Premiere

Die Dehler 30 One Design überzeugte bei Ihrer Premiere

Das deutsche Unternehmen Speedsailing aus Rostock entwickelte in Zusammenarbeit mit Hanse Yacht aus Greifswald ein neues Boot. Die Dehler 30 One Design ist 30 Fuß lang und hatte auf Basis ihrer Planung ein Potenzial von 20 Knoten. Das Boot wird von bis zu vier Personen gesegelt. Nun stand die Premiere des angekündigten Bootes an. Sie wurde in Rostock geplant und in Greifswald gebaut, Beobachter waren gespannt, ob sie die großen Erwartungen erfüllen würde.

Die Dehler 30 One Design überzeugte bei ihrem ersten Auftritt in allen Bereichen. Otto Timm und Oliver Schmidt-Rybandt segelten mit dem Boot bei der Langstrecken-Regatta Baltic 500 auf Platz drei. Gut möglich, dass der Sport schon in vier Jahren olympisch sein wird. Dann könnte die Yacht im Kampf um Medaillen antreten. Die Skipper zeigten sich nach der Regatta begeistert. Sie gaben an, dass das neue Boot alle Erwartungen übertroffen habe. Die Dehler 30 One Design zeigte sich sehr schnell und für die herrschenden Bedingungen gut geeignet. Sie nahm den Kampf gegen die großen Boote auf und konnte mithalten. Darüber hinaus zeigte sich das neue Boot als sehr zuverlässig. Gleichzeitig verzieh sie auch Fehler im Handling, das macht sie zu einem rundum gelungenen Boot. Die Segler zeigten sich jedenfalls begeistert von der Yacht.

Schwierige Bedingungen für die Segler

Platz drei ist schließlich ein ausgezeichnetes Ergebnis. Immerhin ging die Regatta an knapp drei Tagen über eine Distanz von über 500 Meilen und das rund um die dänischen Inseln. Die Bedingungen des Rennens waren außergewöhnlich. Schmidt-Rybandt berichtete danach, dass so gut wie alles vorgeherrscht habe, mit Ausnahme von Schnee und Hagel. Es gab sowohl Sturmböen, als auch Regenfälle, bei denen die Segler ihre Hand vor Augen nicht mehr sehen konnten. Gleichzeitig genossen sie traumhafte Sonnenaufgänge. Nach zwei Tagen, 22 Stunden und 20 Minuten erreichten sie die Ziellinie in der Strander Bucht vor Kiel.

Die einzige Regatta, die seit Monaten europaweit stattgefunden hatte, zog 35 Boote und ihre Segler an. Sie entpuppte sich als Härtetest für Mensch und Maschine. Dabei gingen die Segler bis an ihre physischen und psychischen Grenzen. Schmidt-Rybandt gab nach der Regatta an, lediglich dreieinhalb Stunden geschlafen zu haben. Er hatte nur eine einzige warme Mahlzeit zu sich genommen und musste das Doublehanded-Rennen auch noch mit einem gebrochenen Fuß meistern. Er trug an Board einen Stützstiefel, um seine Verletzung unter Kontrolle halten zu können. Unter diesen Umständen muss die Leistung des Teams noch höher bewertet werden.

Schwierige Bedingungen für die Segler
Schwierige Bedingungen für die Segler

Für die beiden Segler war das neue Boot keine Unbekannte. Sie haben das Projekt bereits von Beginn an begleitet. Bereits vor drei Jahren entstand der erste Entwurf der Dehler 30 One Design. Sie wurde vom Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk & Co entworfen. Im Herbst des letzten Jahres wurden dann die ersten beiden Prototypen gebaut. Der Offshore-Renner erreichte bei seinen Testfahrten in Südfrankreich und Deutschland Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 20,7 Knoten. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Tests ging das Boot dann im Frühjahr 2020 in die Serienproduktion. Auf Messen in Cannes, Hamburg, Barcelona und Genua wurde die Yacht dann der Öffentlichkeit präsentiert. Gleich zum Start wählten die führenden Segel-Magazine Europas die Dehler 30 One Design zur „European Yacht Of The Year“. Die Experten hoben besonders hervor, dass das Boot nicht nur schnell, sondern auch sicher ist. Damit konnten die Konstrukteure eine großen Erfolg einfahren, der sich nun auch am Wasser bestätigt hat.